Tap to Pay / SoftPOS: Kartenzahlung mit Smartphone akzeptieren

Kunde bezahlt kontaktlos per Karte an einem Händler-iPhone mit Tap to Pay
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SoftPOS / Tap to Pay: Kartenzahlungen mit dem Smartphone akzeptieren (2026)

Mit SoftPOS („Software Point of Sale“) akzeptierst du kontaktlose Kartenzahlungen direkt über dein Smartphone – ohne separates Kartenlesegerät. Auf dem iPhone wird SoftPOS häufig als „Tap to Pay“ bezeichnet. Für viele Händler ist das eine praktische Lösung für mobile Einsätze, Pop-up-Verkauf oder als Backup neben einem klassischen Kartenterminal.

Wenn du zuerst einen Überblick über alle Terminal- und Vertragsmodelle willst, starte hier: Kartenterminal Vergleich 2026

Was ist SoftPOS – und wie funktioniert Tap to Pay?

Infografik erklärt die Schritte einer SoftPOS-Kartenzahlung

SoftPOS macht dein Smartphone zum kontaktlosen Kartenleser. Die Zahlung läuft über NFC (wie beim Terminal). Du brauchst in der Regel:

  • ein NFC-fähiges Handy (iPhone oder Android)
  • eine SoftPOS-/Tap-to-Pay-App eines Zahlungsanbieters
  • einen Kartenakzeptanzvertrag (inkl. Händlerprüfung/Legitimation)

Ablauf im Verkauf:

  1. Betrag in der App eingeben
  2. Kund:in hält Karte / Smartphone / Smartwatch ans Händlergerät
  3. Bei Bedarf erfolgt eine Verifizierung (z. B. PIN/Bestätigung – abhängig von Karte, Betrag und Regelwerk)
  4. Zahlung bestätigt, Beleg meist digital (E-Mail/SMS/In-App)

Für wen eignet sich Tap to Pay / SoftPOS?

SoftPOS passt besonders gut, wenn du:

  • mobil arbeitest (Handwerk, Service, Lieferungen, Außendienst)
  • wenig Platz am Tresen hast oder nur gelegentlich kassierst
  • SoftPOS als Zweitgerät für Stoßzeiten oder als Fallback nutzen willst
  • ohne zusätzliche Hardware starten möchtest (z. B. Pop-up, Marktstand)

Wenn du täglich sehr viele Zahlungen hast, mehrere Mitarbeitende kassieren oder du robuste Hardware/Standardprozesse brauchst, ist ein klassisches Terminal oft stabiler (siehe Abschnitt „SoftPOS vs. Kartenterminal“).

Voraussetzungen: iPhone & Android im Überblick

iPhone (Tap to Pay)

  • kompatibles iPhone mit NFC
  • unterstützte Anbieter-App
  • Händlerkonto inkl. Onboarding (KYC)

Android (SoftPOS)

  • NFC-fähiges Android-Gerät
  • unterstützte Android-Version (je nach Anbieter)
  • Anbieter-App + Händlerkonto

Welche Karten/Zahlarten sind wichtig?

Für die Entscheidung zählt weniger „Tap to Pay“ als Begriff, sondern ob du die relevanten Zahlarten abdecken kannst (z. B. Girocard, Kreditkarten, Wallets). Eine gute Einordnung zu Zahlarten findest du hier: Arten von Kartenzahlungen in Deutschland

Kostenmodelle bei SoftPOS: Worauf Händler wirklich achten sollten

KostenbausteinWas bedeutet das für dich?Typischer Händler-Effekt
Transaktionsgebührpro Zahlung, oft abhängig von Kartenartbeeinflusst deine Marge direkt
Grundgebühr (optional)monatlich, häufig bei „Pro“-Tarifen/Bundleskann sich bei regelmäßigem Umsatz lohnen
Einmalkosten (optional)Setup/Kauf/Lizenzmodellrelevant für Startkosten, oft planbar
Vertragslaufzeitflexibel vs. Mindestlaufzeitbeeinflusst Wechsel- und Verhandlungsspielraum
Auszahlungs- & Refund-ProzessTiming, Rückerstattung, Stornowichtig für Liquidität und Supportfälle

Wenn du die Gesamtkosten pro Monat systematisch kalkulieren willst (inkl. Vertragsdetails), nutze als Basis diese Übersicht: Kosten der Kartenzahlung für Händler

Welche Anbieter unterstützen SoftPOS in Deutschland?

SoftPOS-Anbieterübersicht ohne Prozentwerte

AnbieterSoftPOS-TarifeGrundgebühr-OptionenEinmalkostenMindestlaufzeitGirocardMobile WalletsAmexTrinkgeldDigitale BelegeLetzte Prüfung
Commerz GlobalpayDeutschland zahlt digital, GP Terminalsohne Grundgebührmöglich36 MonateJaJaJaJaNein2026-01-15
HobexDeutschland zahlt digitalmit Grundgebührnicht ausgewiesenk. A.k. A.k. A.k. A.k. A.k. A.2025-12-26
MyPOSTap to Pay Starter, Tap to Pay Proohne Grundgebühr, mit Grundgebührnicht ausgewiesenkeine Mindestlaufzeit ausgewiesenNeinJaJaJaNein2026-01-14
NexiSoftPOSohne Grundgebührmöglichkeine Mindestlaufzeit ausgewiesenJaJaJaJaNein2025-12-26
PayoneTap on Mobileohne Grundgebührnicht ausgewiesenkeine Mindestlaufzeit ausgewiesenJaJaJaJaNein2026-01-14
SumUpUmsatzbasiert, SumUp Oneohne Grundgebühr, mit Grundgebührnicht ausgewiesenkeine Mindestlaufzeit ausgewiesenNeinJaJaJaJa2026-01-14

Wichtig: „k. A.“ bedeutet: Im aktuellen Datenblatt sind diese Feature-Felder nicht hinterlegt (nicht automatisch „nein“).

Wenn du passende Tarife direkt filtern willst (Laufzeit, Kostenmodell, Anbieter), nutze den Vergleich: Kartenterminal-Vergleichsrechner

Auswahlhilfe: SoftPOS-Anbieter vergleichen in 5 Kriterien

Damit du neutral vergleichen kannst, nimm diese Reihenfolge:

  1. Zahlarten-Fit: Girocard ja/nein, Kreditkarten, Wallets (Apple Pay/Google Pay)
  2. Kostenmodell: nur Transaktionsgebühr vs. Grundgebühr-Optionen, Einmalkosten
  3. Vertrag & Flexibilität: Mindestlaufzeit, Kündigung, Preisänderungsklauseln
  4. Alltagstauglichkeit: Trinkgeld, Storno/Refund, digitale Belege, Nutzerverwaltung
  5. Betriebssetup: mehrere Geräte, Filiale, mobile Nutzung, Netzabdeckung

Gerade bei Verträgen lohnt sich ein schneller Check der Bedingungen (Laufzeit, Gebührenlogik, Sonderklauseln): Kartenterminal Vertragsanalyse

SoftPOS vs. Kartenterminal: Wann ist welche Lösung sinnvoll?

Vergleich SoftPOS per Smartphone und klassisches Kartenterminal

SoftPOS ist stark, wenn du:

  • flexibel und mobil kassierst
  • ein Zweitgerät brauchst (z. B. zweite Kasse, Außendienst)
  • möglichst wenig Hardware willst

Ein Kartenterminal ist oft besser, wenn du:

  • sehr viele Zahlungen pro Tag hast (Durchsatz)
  • mehrere Mitarbeitende kassieren (Rollen/Nutzer, standardisierte Abläufe)
  • stabile Hardware-Prozesse brauchst (z. B. dauerhaft am Tresen)

Wenn du zusätzlich ein Kassensystem brauchst (Artikel, Bestand, GoBD/TSE-Workflows, Auswertungen), kann sich ein Abgleich mit deinem Kassensetup lohnen: Kassensystem-Vergleichsrechner

Sicherheit & Praxis: typische Stolpersteine im Händleralltag

Sicherheit & Compliance (praktisch gedacht):

  • Nutze SoftPOS nur über Anbieter mit sauberem Händler-Onboarding und Updates
  • Halte Handy/OS aktuell, aktiviere Gerätesperre (PIN/FaceID)
  • Trenne privat/geschäftlich (z. B. eigenes Gerät oder MDM bei Teams)

Typische Stolpersteine:

  • Girocard ist nicht bei jedem SoftPOS-Tarif verfügbar → vorab klären
  • Refunds/Stornos funktionieren je nach Anbieter unterschiedlich → testen
  • Offline geht in der Regel nicht → Netzabdeckung einplanen
  • Bei Amex lohnt sich ein separater Blick, wenn viele Firmenkund:innen zahlen: Akzeptanz von American Express

FAQ zu SoftPOS & Tap to Pay

Was ist SoftPOS?

SoftPOS (Software Point of Sale) macht ein NFC-fähiges Handy zum Kartenleser. Händler nehmen kontaktlose Zahlungen über eine App an – ohne separates Kartenterminal.

Was bedeutet Tap to Pay?

Tap to Pay ist der gängige Begriff für SoftPOS auf dem iPhone. Kund:innen halten Karte oder Wallet an das iPhone des Händlers, die Zahlung läuft über eine unterstützte Anbieter-App.

Welche Voraussetzungen brauche ich für SoftPOS?

Du brauchst ein NFC-fähiges Smartphone, eine SoftPOS-/Tap-to-Pay-App und einen Kartenakzeptanzvertrag inklusive Händler-Onboarding (Legitimation/KYC).

Kann ich mit SoftPOS auch Girocard akzeptieren?

Das ist anbieter- und tarifabhängig. In den BizGuide24-Daten gibt es SoftPOS-Tarife mit Girocard-Unterstützung und Tarife ohne Girocard. Vor Vertragsabschluss solltest du das konkret prüfen.

Wie setzen sich die Kosten bei SoftPOS zusammen?

Meist fallen Transaktionsgebühren pro Zahlung an. Je nach Tarif können zusätzlich eine monatliche Grundgebühr, Einmalkosten oder Mindestlaufzeiten relevant sein. Die genaue Höhe variiert je nach Vertrag und Kartenmix.

Wann ist ein Kartenterminal die bessere Wahl als Tap to Pay?

Wenn du sehr viele Zahlungen pro Tag hast, mehrere Mitarbeitende kassieren oder du robuste Standardabläufe brauchst, ist ein Kartenterminal oft stabiler. SoftPOS eignet sich dann gut als Zusatzgerät oder Backup.

Kann ich mit SoftPOS Trinkgeld annehmen und Rückerstattungen durchführen?

Häufig ist Trinkgeld möglich, und Rückerstattungen laufen in der Regel über App oder Händlerportal. Der genaue Ablauf ist je nach Anbieter unterschiedlich – am besten vorab im Testlauf prüfen.

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