Neues SumUp Terminal im Test – All-in-One Kartenterminal

SumUp Terminal
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Das neue SumUp Terminal: Das All-in-One Kartenterminal mit integriertem Kassensystem


SumUp erweitert sein Produktportfolio um ein leistungsstarkes All-in-One-Kartenterminal, das speziell für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt wurde. Mit integriertem Belegdrucker, Touchscreen und Kassensystem-Funktionen bietet das neue Terminal eine kompakte Lösung für den Point of Sale. Doch wie schlägt es sich im Vergleich zu etablierten SmartPOS-Geräten wie dem Pax A920? Und wie wirken sich die Transaktionsgebühren von SumUp auf die Gesamtkosten aus?

Design und Hardware: Kompakt, robust und mobil

Das SumUp Terminal präsentiert sich im modernen SmartPOS-Design mit einem 5,5-Zoll-HD-Touchscreen, der eine intuitive Bedienung ermöglicht. Das Gerät ist mit einem integrierten Belegdrucker ausgestattet, der Thermopapierrollen verwendet, und verfügt über eine robuste Bauweise mit Corning® Gorilla® Glas, um den Anforderungen des Geschäftsalltags standzuhalten. Mit einem Gewicht von 380 g und den Maßen 192,5 x 80 mm ist das Terminal sowohl stationär als auch mobil einsetzbar.

Die Konnektivität wird durch duales WLAN und eine kostenlose integrierte 4G-SIM-Karte gewährleistet, sodass Zahlungen auch ohne WLAN-Verbindung verarbeitet werden können. Der leistungsstarke Akku ermöglicht einen ganztägigen Einsatz ohne Unterbrechungen. 

Funktionen: Mehr als nur ein Kartenleser

Das SumUp Terminal bietet neben der Annahme von Kartenzahlungen umfassende Kassensystem-Funktionen:

  • Zahlungsabwicklung: Akzeptiert alle gängigen Zahlungsmethoden, einschließlich Chip & PIN, kontaktlose Zahlungen (NFC), Apple Pay und Google Pay.
  • Bestell- und Produktverwaltung: Ermöglicht das Erstellen eines Produktkatalogs mit Preisen, Rabatten und Steuersätzen direkt auf dem Gerät.
  • Belegdruck: Integrierter Thermodrucker für den sofortigen Ausdruck von Belegen und Bestelltickets.
  • Berichtswesen: Erstellung und Export von detaillierten Verkaufsberichten für eine einfache Buchhaltung.
  • Mitarbeiterprofile: Einrichtung von Benutzerrollen mit spezifischen Zugriffsrechten.
  • Tischverwaltung: Besonders nützlich für Gastronomiebetriebe zur Organisation von Bestellungen und Tischen.

Diese Funktionen machen das Terminal zu einer vielseitigen Lösung für verschiedene Branchen, darunter Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen.

Preisgestaltung: Attraktiver Einstiegspreis mit vergleichsweise hohen Transaktionskosten

Das SumUp Terminal ist für einen einmaligen Preis von 169 € erhältlich, inklusive kostenlosem Versand und 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Es fallen keine monatlichen Fixkosten an, was es besonders für kleinere Unternehmen attraktiv macht.

Allerdings sollten die Transaktionsgebühren berücksichtigt werden:

  • Standardgebühr: 1,39 % pro Transaktion.
  • Mit SumUp One Vertrag: 0,79 % pro Transaktion für alle inländischen Zahlungen, gegen eine monatliche Gebühr von 19 €.

Diese Gebührenstruktur kann bei hohem Transaktionsvolumen oder häufigen Girocard-Zahlungen zu höheren laufenden Kosten führen, insbesondere im Vergleich zu anderen Anbietern mit günstigeren Konditionen.

Vergleich mit CCV/Pax A920 und Clover Flex

Das SumUp Terminal tritt in direkte Konkurrenz zu etablierten SmartPOS-Geräten wie dem Pax A920 oder dem Clover Flex. Auf den ersten Blick überzeugen alle mit einem kompakten Format, Touchscreen und integriertem Belegdrucker. Doch bei näherer Betrachtung zeigen sich entscheidende Unterschiede in der Systemarchitektur:

  • Offenheit für Drittanbieter-Kassensysteme: Geräte wie der Pax A920 oder Clover Flex laufen auf Android-Basis und bieten Zugang zu einem App-Store (z. B. PaxSTORE oder Clover App Market). Dadurch können Händler unterschiedlichste Kassensysteme und Zusatz-Apps installieren – von Gastronomie-Kassen über Warenwirtschaft bis hin zu individuellen Branchenlösungen. Diese Offenheit ermöglicht eine flexible Anpassung an unterschiedliche Geschäftsmodelle.
  • SumUp Terminal: Geschlossene Plattform: Im Gegensatz dazu ist das SumUp Terminal ausschließlich auf das eigene SumUp Kassensystem beschränkt. Externe POS-Apps oder individuelle Anpassungen sind derzeit nicht möglich. Das kann für Nutzer, die bereits mit SumUp arbeiten oder eine besonders einfache Lösung wünschen, von Vorteil sein – reduziert aber die langfristige Skalierbarkeit und Integrationstiefe deutlich.

Auch in puncto Transaktionsgebühren schneiden Pax- oder Clover-basierte Lösungen oft besser ab, da sie in Kombination mit verschiedenen Payment-Anbietern genutzt werden können. Dies eröffnet Preisvergleiche und Verhandlungsspielräume, die bei SumUp nicht gegeben sind.

Fazit: einfache Gesamtlösung mit klaren Grenzen

Das neue SumUp Terminal punktet mit einem attraktiven Einstiegspreis, einfacher Einrichtung und einem integrierten Kassensystem – ideal für kleine und mittlere Unternehmen, die eine unkomplizierte All-in-One-Lösung suchen. Besonders für Betriebe mit geringem Transaktionsvolumen oder einfachem Kassenbedarf kann das Gerät eine gute Wahl sein.

Allerdings bringt die geschlossene Systemarchitektur auch klare Einschränkungen mit sich: Im Gegensatz zu anderen SmartPOS-Geräten wie dem Pax A920 oder Clover Flex lässt sich das Terminal nicht mit externen Kassensystemen oder Apps erweitern. Unternehmen, die Flexibilität, Skalierbarkeit oder branchenspezifische Lösungen benötigen, stoßen hier schnell an Grenzen.

Auch die Transaktionsgebühren, insbesondere für Girocard-Zahlungen, sind im Vergleich zu anderen Anbietern relativ hoch und sollten bei der Gesamtkalkulation berücksichtigt werden. Wer seine Kosten optimieren oder mehrere Anbieter flexibel kombinieren möchte, ist mit einem offeneren SmartPOS-System möglicherweise besser beraten.

Fazit: Für Einsteiger und SumUp-Fans eine praktische Lösung – für wachsende oder komplexere Anforderungen jedoch nur bedingt geeignet. Ein Preis-Leistungs-Vergleich auf unserem Kartenterminal-Vergleichsrechner bleibt unerlässlich.

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