Ready2Order Kassensystem im Test: Funktionen, Kosten, Terminals

ready2order readymini
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Das Ready2Order Kassensystem richtet sich an Betriebe, die eine cloudbasierte POS-Lösung schnell einrichten und auf unterschiedlicher Hardware betreiben möchten. Statt einer klassischen stationären Registrierkasse arbeiten Sie mit App und Backoffice, verwalten Artikel, Mitarbeitende und Auswertungen zentral und kassieren je nach Setup am Tablet, PC oder SmartPOS-Terminal.

In diesem Test schauen wir auf Funktionsumfang, Hardware-Optionen, Kostenlogik, Kartenzahlung und die Punkte, die in Deutschland für GoBD, KassenSichV, TSE und DSFinV-K in der Praxis wichtig sind.

BizGuide24 Bewertungssiegel
9,2
EXPERT SCORE
Logo von Ready2Order
Feature Score
9,4
Hardware Score
10,0
Qualität Kundenservice
8,0
Trustpilot Score
8,6
Google Score
8,0
Beschreibung

Flexibles, cloud-basiertes Kassensystem für Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister. Läuft auf diverser Hardware.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Ready2Order ist ein cloudbasiertes Kassensystem für Handel, Gastronomie und Dienstleister – nutzbar auf iPad, Tablet, PC oder SmartPOS.
  • Der Einstieg erfolgt über ein Basis-Abo; Zusatzmodule wie Gastro-Funktionen, Kassenbuch oder digitale Belege lassen sich je Standort zubuchen.
  • Für Kartenzahlung stehen readyPay in Ready2Order-Terminals oder die Anbindung externer Terminals wie SumUp und Zettle zur Wahl.
  • In Deutschland sind TSE, DSFinV-K-Export, Belegausgabepflicht, GoBD und die Kassenmeldung nach § 146a AO entscheidend.
  • Für Teams helfen Rollenrechte, Mitarbeiterverwaltung und ein klarer Kassenworkflow, um Bonierung, Retouren und Tagesabschluss standardisiert abzuwickeln.

Ready2Order Kassensystem im Überblick

Ready2Order ist ein cloudbasiertes POS-Kassensystem aus Österreich, das Verkauf, Belegausgabe und Auswertungen zentral über App und Web-Backoffice steuert. Für viele Betriebe ist genau diese Kombination interessant: Sie starten ohne lokale Server-Installation, können mehrere Geräte nutzen und bauen das System über Module (z. B. Gastro-Funktionen) aus.

Typische Stärken im Alltag

  • Schneller Start: Artikel anlegen, Steuerlogik hinterlegen, Zahlarten definieren, loskassieren.
  • Standortunabhängiges Backoffice: Auswertungen, Artikelpflege, Benutzerverwaltung zentral.
  • Modularer Ausbau: Zusatzpakete je nach Prozess (Gastro, Beleg-Workflows, Fiskalisierung).

Wenn Sie erst einen Marktüberblick möchten, hilft die interne Übersicht „Kassensystem Bestenlisten“.

Einsatzbereiche: Handel, Gastronomie und Dienstleister

Ready2Order eignet sich vor allem für kleine und mittlere Betriebe, die mobil kassieren oder mehrere Standorte zentral verwalten möchten. Durch die Hardware-Flexibilität passt die Lösung besonders gut zu Betrieben, die nicht sofort ein klassisches Komplettterminal kaufen wollen, sondern mit vorhandenen Geräten starten und später ergänzen.

Geeignet ist Ready2Order häufig für:

  • Einzelhandel: Boutique, Fachgeschäft, Pop-up-Store, Filialbetrieb (Artikel, Varianten, Rabatte, Gutscheine).
  • Gastronomie: Café, Restaurant, Foodtruck (Tisch-/Bonierlogik und Service-Funktionen über Gastro-Modul).
  • Dienstleister: Studio, Salon, Werkstatt, Handwerk mit Vor-Ort-Verkauf (schnelle Bonierung, klare Belegprozesse).
  • Mobile Verkaufsstellen: Märkte, Events, Messen – sofern ein stabiles Netz oder ein geplantes Offline-Setup vorhanden ist.

Wenn Ihre Anforderungen stark branchenspezifisch sind, lohnt zusätzlich der Blick auf „Bestes Kassensystem für den Handel“ oder „Bestes Kassensystem Restaurants & Gastronomie“.

Funktionen und Module

Die Software deckt Kassen-Standardfunktionen ab und erweitert sie über Module für Gastronomie, Fiskalisierung und Beleg-Workflows. Wichtig für die Auswahl: Ready2Order ist als POS-Kassensystem gedacht, nicht als vollwertiges ERP – bei komplexer Warenwirtschaft (Lieferketten, tiefe Lagerlogik, Seriennummernprozesse) sollten Sie die Grenzen realistisch prüfen.

Handel
Angebote & Rabatte vorhanden
Etikettendruck vorhanden
Garantieverwaltung nicht vorhanden
Lagerverwaltung vorhanden
MHD-Verwaltung nicht vorhanden
Omnichannel nicht vorhanden
Produktvarianten vorhanden
Retouren vorhanden
Seriennummern nicht vorhanden
Variable Gewichtevorhanden
Waagenintegrationvorhanden
© BizGuide24 – Alle Rechte vorbehalten

Kernfunktionen, die für die meisten Betriebe entscheidend sind

Kassen- und Verkaufsprozess

  • Artikel-/Warengruppenverwaltung, Preise, Steuersätze, Rabatte
  • Storno/Retouren, Trinkgeldlogik (je nach Setup), Gutschein-/Coupon-Prozesse
  • Tagesabschluss (z. B. Z-Bericht-Logik), Auswertungen nach Bediener, Zahlart, Zeitraum

Mitarbeiter & Rechte

  • Rollen und Berechtigungen (wichtig für Kassenverantwortung, Storno-Rechte, Kassenabschluss)
  • Mehrere Logins pro Team, nachvollziehbare Vorgänge (Audit-Trail ist in Prüfkontexten relevant)

Belege

  • Papierbeleg über Bondrucker oder digitale Belege (z. B. QR-Code / E-Mail – je nach Modul)

Für den Umgang mit Bonpflicht und digitalen Belegen finden Sie Details im Artikel „Kassenbon & Bonpflicht“.

Gastronomie-Funktionen: sinnvoll, wenn Sie wirklich bonieren wie ein Gastro-Betrieb

Viele Betriebe unterschätzen, wie speziell Gastro-Prozesse sind (Tische, Split, Gänge, Service). Prüfen Sie das Gastro-Modul vor allem, wenn Sie:

  • Tischverwaltung und schnelle Bonierung im Service brauchen,
  • Zahlungen an einem Tisch splitten, Trinkgelder sauber zuordnen oder
  • Abläufe wie Take-away/To-go klar trennen möchten.

Hardware und Geräte-Kompatibilität

Ready2Order kann auf eigener Hardware laufen oder als Komplettpaket mit SmartPOS-Terminals, Bondrucker und Zubehör betrieben werden. Das ist ein Vorteil, wenn Sie bereits Tablets oder PCs im Einsatz haben oder mehrere Kassenplätze unterschiedlich ausstatten möchten (z. B. stationär am Tresen + mobil im Store).

Ready2OrderOverviewhell

Welche Hardware ist typisch?

1) Eigene Geräte (Tablet/PC)

  • iPad, Android-Tablet oder PC/Mac als Kassenoberfläche
  • Bondrucker und Kassenlade als Peripherie (je nach Anschluss/Kompatibilität)

Wenn Sie speziell mit Apple planen: Der Leitfaden „iPad Kassensystem: Vorteile, Anforderungen und Kosten“ hilft bei der Hardware-Entscheidung.

2) Ready2Order Terminals (SmartPOS und Kassenterminals)

  • Mobile SmartPOS-Optionen (praktisch für Markt/Service/zweite Kasse)
  • Stationäre Terminals mit Display, teils mit integriertem Drucker und Scanner
  • Je nach Modell ist Kartenzahlung direkt integriert – bei manchen Setups bleibt ein separates Terminal sinnvoll

Einen Überblick zu kompatiblen Gerätetypen und Zubehör finden Sie auf der Herstellerseite „Supported Devices“ von Ready2Order: Geräte-Kompatibilität bei Ready2Order.

Hardware Typ Einmalkosten Zusammenfassung
readyMax Kassensystem Hardware
readyMax
Gerätetyp Kassenterminal mit Kundendisplay Kosten
999,00 €
Details

Vollwertige Kasse, 15″ Display mit eigenem 10″ Kundendisplay und integriertem Bondrucker, Kartenterminal anschliessbar

readyTab Kassensystem Hardware
readyTab
Gerätetyp Kassenterminal ++ Kosten
649,00 €
Details

Kassenterminal, drehbares 10″ Display, integrierter Bondrucker und Kartenterminal, Barcodescanner

Apple iPad 9 Kassensystem Hardware
Apple iPad 9
Gerätetyp iPad Kosten
379,00 €
Details

Apple iPad der 9. Generation, 64GByte Speicherplatz, 10" Display, Space Grey, Wifi

readyGo Kassensystem Hardware
readyGo
Gerätetyp SmartPOS+ (Kartenterminal mit Drucker) Kosten
369,00 €
Details

5″ Display mit Drucker, ideal als Ergänzung zu den Kassen für Funkbonierung und Bezahlung am Tisch, WLAN und Simkarte, nur 235g

TM-m30III Bondrucker Kassensystem Hardware
TM-m30III Bondrucker
Gerätetyp externer Bondrucker Kosten
369,00 €
Details

Externer Bondrucker, Anbindung über Bluetooth, kompatibel mit 80mm und 58mm Bonrollen

readyMini Kassensystem Hardware
readyMini
Gerätetyp SmartPOS (Kartenterminal) Kosten
279,00 €
Details

Smartes Kartenterminal mit 5" Display

readyTab Station Kassensystem Hardware
readyTab Station
Gerätetyp Station Kosten
199,00 €
Details

Stationäre Halterung für readyTab, drehbar, mit Ladeanschluss

Metapace K2 kleine Kassenschublade Kassensystem Hardware
Metapace K2 kleine Kassenschublade
Gerätetyp Kassenschublade Kosten
79,00 €
Details

Kassenschublade, 8 Münzfächer, 4 Scheinfächer, 1 Scheckfach

readyMini Holder Kassensystem Hardware
readyMini Holder
Gerätetyp Station Kosten
69,00 €
Details

Halterung für readyMini

Praxis-Tipp: Entscheidend ist nicht „Terminal ja/nein“, sondern Ihr Prozess: Brauchen Sie Scanner, Drucker, Kundendisplay, feste Kassenlade, mobile Kasse oder alles kombiniert?

Kosten und Gebühren

Die Kosten bei Ready2Order setzen sich aus dem Software-Abo, optionalen Zusatzpaketen und – je nach Setup – Hardware- und Zahlungsgebühren zusammen. Damit Sie nicht nur den Tarif sehen, sondern die Gesamtkosten realistisch planen, sollten Sie Software, Fiskalisierung, Belege, Filialen und Payment als getrennte Kostenblöcke bewerten.

Paket Monatliche Kosten Funktionen
Ready2Order - Basistarif Kosten ab 34,90 € / Monat Details

Umfassende Kassensoftware mit Kunden- und Warenverwaltung, TSE, Kassenbuch, digitalen Belegen, Lager- und Bestandsverwaltung, Rabatt- und Tischfunktionen.

Ready2Order - Gastro-Paket Kosten ab 22,90 € / Monat Details

Erweitert die Kasse um Tischübersicht, Funkbonierung, Happy Hour, Beilagen, Außer-Haus-Verkäufe und getrennte Rechnungen.

Ready2Order - TSE-Paket Kosten ab 14,90 € / Monat Details

Technische Sicherheitseinrichtung für unbegrenzte Geräte und Nutzer; gesetzeskonform.

Ready2Order - Kassenbuch Kosten ab 12,90 € / Monat Details

Finanzamtskonformes Kassenbuch mit DATEV-Export für Bargeldzahlungen.

Ready2Order - Digitale Beleg Kosten ab 7,90 € / Monat Details

Digitales Belegmanagement: QR‑Code‑Belege direkt aufs Smartphone, papierlos.

Kosten-Überblick: Welche Blöcke beeinflussen Ihre monatliche Gesamtsumme?

KostenblockWodurch entstehen die Kosten?Worauf Sie achten sollten
Software-AboBasis-Funktionen (Kasse, Artikel, Auswertungen, Team) als monatlicher oder jährlicher AbotarifKassenplätze, Standorte und benötigte Kernfunktionen vorab definieren
ZusatzmoduleGastro-Funktionen, Kassenbuch, digitale Belege, weitere ProzessbausteineModule nur buchen, wenn sie Ihren Ablauf messbar vereinfachen
FiskalisierungTSE/Signatur und Exportfunktionen für PrüfungenPrüfen, ob TSE-Setup pro Kasse oder pro Standort läuft
HardwareTerminal, Drucker, Scanner, Kassenlade, HalterungenEinmalig vs. Miete: lohnt sich je nach Laufzeit und Ausfallstrategie
KartenzahlungTransaktionsgebühren je Zahlung (abhängig vom Anbieter und Kartenmix)Girocard vs. Kreditkarte trennen, Zusatzkosten (z. B. Chargebacks) berücksichtigen

Wenn Sie bereits einen Vertrag haben oder Angebote vergleichen, hilft „Kassensystem-Vertrag analysieren & Kosten sparen“.

Kartenzahlung mit readyPay und Alternativen

Kartenzahlungen lassen sich entweder über readyPay direkt in kompatiblen Ready2Order-Terminals oder über externe Terminals per Anbindung abwickeln. Die richtige Wahl hängt weniger vom „Markennamen“ ab, sondern davon, ob Sie eine integrierte Kasse+Payment-Lösung möchten oder Payment bewusst separat halten (z. B. wegen bestehender Konditionen).

Option 1: readyPay (integriert)

readyPay ist die integrierte Kartenzahlungsoption von Ready2Order, bei der die Abrechnung über den Payment-Partner hobex erfolgt. In der Praxis ist das attraktiv, wenn Sie:

  • Kartenzahlung ohne separate Terminal-Integration starten möchten,
  • fixe Monatskosten vermeiden wollen,
  • die Beleg- und Zahlungsprozesse möglichst „aus einem Guss“ abbilden möchten.

Konditionen und Abrechnungslogik beschreibt Ready2Order hier: Gebührenübersicht zu readyPay.

Option 2: Externe Terminals (z. B. SumUp, Zettle & Co.)

Externe Terminals sind sinnvoll, wenn Sie:

  • bereits einen Payment-Vertrag nutzen,
  • mehrere Kassen auf denselben Acquirer/PSP konsolidieren möchten oder
  • spezielle Anforderungen haben (z. B. bestimmte Kartenarten, Kassenstandort-Setups, Filial-Reporting im Payment).

Für die Kostenlogik (Girocard/Kreditkarte, prozentuale Gebühr, Fixkosten) ist der Ratgeber „Kosten der Kartenzahlung für Händler“ hilfreich; konkrete Anbieter finden Sie im „Kartenterminal-Vergleichsrechner“.

Buchhaltung, Datenexport und Schnittstellen

Für die Buchhaltung bietet Ready2Order Exporte und Steuerberaterzugänge, sodass Umsätze, Zahlarten und Belege strukturiert weiterverarbeitet werden können. Wichtig ist dabei nicht nur „ob Export möglich ist“, sondern ob Ihr Steuerbüro ein Format bekommt, das ohne manuelle Nacharbeit sauber gebucht werden kann.

Backoffice-Auswertung im Kassensystem: Umsätze und Zahlarten im Überblick

Was Sie für saubere Buchhaltung typischerweise brauchen

  • Trennung nach Zahlarten (bar, girocard, Kreditkarte, Gutschein, etc.)
  • Tagesabschlüsse und Kassenberichte, die zur Kassenführung passen
  • Beleg- und Exportlogik, die nachvollziehbar bleibt (GoBD-Prinzip: Nachvollziehbarkeit/Unveränderbarkeit)
  • Steuerberaterzugang, damit Auswertungen und Exporte ohne Passwort-Sharing bereitgestellt werden können

DSFinV-K als Prüf-Export: warum das relevant ist

Die DSFinV-K ist der Standard, über den Kassendaten für Außenprüfung oder Kassen-Nachschau exportiert werden. Eine kompakte offizielle Einordnung bietet das Bundeszentralamt für Steuern: DSFinV-K beim BZSt.

Rechtliches: KassenSichV, TSE, DSFinV-K, GoBD und Kassenmeldung

In Deutschland muss ein Kassensystem unter anderem TSE, DSFinV-K-Export, Belegausgabe sowie die Anforderungen der GoBD und KassenSichV unterstützen. Für Händler bedeutet das: Nicht nur „eine Kasse haben“, sondern Prozesse und Technik so aufstellen, dass Daten vollständig, prüfbar und manipulationssicher vorliegen.

Die wichtigsten Begriffe kurz erklärt

  • KassenSichV: Regelt technische Anforderungen an elektronische Kassensysteme, insbesondere manipulationssichere Aufzeichnungen.
  • TSE (Technische Sicherheitseinrichtung): Signiert Kassenvorgänge, um nachträgliche Änderungen erkennbar zu machen.
  • GoBD: Anforderungen an ordnungsgemäße Buchführung und digitale Aufbewahrung (u. a. Nachvollziehbarkeit, Vollständigkeit, Unveränderbarkeit).
  • DSFinV-K: Exportformat für Kassendaten, das in Prüfungen/Kassen-Nachschauen genutzt wird.
  • Kassenmeldung nach § 146a AO: Elektronische Mitteilung bestimmter Kassendaten an die Finanzverwaltung (über ELSTER/Datenschnittstellen).

Kassenmeldung: was organisatorisch wichtig ist

Planen Sie beim Setup ein, dass Kassensysteme je Betriebsstätte sauber zugeordnet werden müssen und Sie die Meldung im Prozess (Anschaffung/Stilllegung) mitführen. Hintergrund und Rahmenbedingungen zur Mitteilungsverpflichtung sind beim Bundesfinanzministerium beschrieben: BMF-Schreiben zur Mitteilungspflicht nach § 146a AO.

Wichtig für die Praxis: Die Software kann rechtliche Funktionen unterstützen – die Verantwortung für korrekte Kassenführung (z. B. Zählprotokolle, Kassensturz, Verfahrensdokumentation) bleibt im Betrieb.

Einrichtung, Bedienung und Offline-Nutzung

Die Einrichtung gelingt in der Regel ohne Techniker, weil Artikel, Steuersätze, Zahlarten und Geräte schrittweise im Backoffice konfiguriert werden. Damit die Kasse im Tagesgeschäft „reibungslos“ läuft, ist weniger die Installation entscheidend als ein sauberer Standardprozess für Artikelpflege, Stornos, Retouren und Abschlüsse.

Onboarding-Checkliste für Händler

  • Artikelstruktur (Warengruppen, Varianten, Preise, Steuern) vorab festlegen
  • Zahlarten (bar/karte/gutschein) und Kassenabschluss-Logik definieren
  • Benutzerrollen (wer darf stornieren, wer darf Tagesabschluss, wer darf Preise ändern?)
  • Belegprozess (Papier, QR, E-Mail) inkl. DSGVO-Handling (Einwilligung/Datensparsamkeit)
  • Ausfallstrategie (Internet, Druckerpapier, Ersatzgerät, Notfallkasse)

Offline: sinnvoll einplanen, aber nicht überschätzen

Bei cloudbasierten Kassen ist Offline-Nutzung typischerweise nur als Notfallmodus sinnvoll. Planen Sie daher mit stabilem Internet (WLAN/LTE) – und definieren Sie klare Regeln, was bei Netzausfall passiert (z. B. welche Vorgänge offline erlaubt sind und wie die Nacharbeit läuft).

Support, Onboarding und Erfahrungswerte

ready2order stellt Support-Kanäle wie Hilfe-Center, Chat und Telefon bereit, wobei Qualität und Reaktionszeit je nach Auslastung schwanken können. Für Betriebe ist dabei entscheidend, ob Support im Notfall erreichbar ist und ob typische Setup-Fragen (Drucker, Kassenlade, Kartenakzeptanz) schnell gelöst werden.

Was im Support-Kontext wirklich zählt

  • Erreichbarkeit im Tagesgeschäft (nicht nur „irgendwann“, sondern zu Ihren Öffnungszeiten)
  • Self-Service-Dokumentation für Standardfälle (Drucker, Exporte, Rechte)
  • Klare Zuständigkeit bei Payment-Themen (Kasse vs. Zahlungsanbieter)

Bewertungen sinnvoll einordnen

Online-Bewertungen sind hilfreich, sollten aber nach „Problemtyp“ gelesen werden:

  • Einrichtung/Onboarding (erste Woche)
  • Stabilität im Betrieb (Druck/Netz/Updates)
  • Kulanz bei Vertrags- und Hardwarefragen

Ready2Order Alternativen im Vergleich

Alternativen lohnen sich, wenn Sie eine tiefere Warenwirtschaft, spezielle Gastro-Prozesse oder eine engere Plattform-Integration benötigen. Ready2Order ist stark, wenn Flexibilität und schneller Start zählen – andere Systeme können bei Spezialanforderungen klar im Vorteil sein.

Typische Alternativen, je nach Schwerpunkt:

Fazit

Ready2Order ist eine gute Wahl, wenn Sie eine flexible Cloud-Kasse mit modularen Funktionen und mehreren Hardware-Optionen suchen. Besonders sinnvoll ist Ready2Order für Betriebe, die auf einfaches Setup, klare Bedienung, mobile Nutzung und integrierbare Kartenzahlung setzen – ohne sich früh auf ein einziges Hardwaremodell festzulegen.

Weniger passend ist Ready2Order, wenn Sie von Anfang an eine sehr tiefe Warenwirtschaft oder hochspezialisierte Gastro-Prozesse mit vielen Integrationen benötigen. In solchen Fällen lohnt ein Vergleich mehrerer Anbieter und ein Test mit echten Abläufen (Artikel, Retouren, Tagesabschluss, Payment, Export).

FAQ zum Ready2Order Kassensystem

Im FAQ finden Sie kurze Antworten zu Einsatz, Kostenlogik, Kartenzahlung, Rechtssicherheit und Hardware von Ready2Order.

Für wen eignet sich Ready2Order besonders?

Für kleine und mittlere Betriebe im Handel, in der Gastronomie und bei Dienstleistungen, die schnell starten und flexibel auf verschiedenen Geräten kassieren möchten.

Kann ich Ready2Order auf dem iPad nutzen?

Ja, Ready2Order lässt sich je nach Setup auf iPad/Tablet einsetzen; wichtig sind kompatible Peripherie und ein sauberer Beleg- und Druckprozess.

Welche Kosten entstehen neben dem Abo?

Typisch sind Zusatzkosten durch optionale Module, Fiskalisierung (TSE/Signatur), Hardware (Drucker/Scanner/Kassenlade) und Transaktionsgebühren bei Kartenzahlung.

Wie funktioniert Kartenzahlung mit readyPay?

readyPay ist die integrierte Kartenzahlungsoption, bei der kompatible Ready2Order-Terminals Kartenzahlungen annehmen und die Abrechnung über den Partner abgewickelt wird.

Ist Ready2Order in Deutschland gesetzeskonform nutzbar?

Ein Kassensystem muss in Deutschland u. a. KassenSichV/TSE, DSFinV-K-Export, Belegausgabe und GoBD-Anforderungen unterstützen; zusätzlich ist die Kassenmeldung zu beachten.

Kann ich externe Kartenterminals anbinden?

Ja, viele Betriebe nutzen externe Terminals, wenn sie bestehende Konditionen behalten oder Payment unabhängig von der Kasse steuern möchten.

Was sollte ich vor dem Start unbedingt testen?

Testen Sie Artikelanlage, Retouren/Storno, Tagesabschluss, Druck/Belegausgabe, Rollenrechte und den Exportprozess (inkl. Steuerberater-Workflow) mit echten Beispieldaten.

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